Urlaubszeit ist Fotozeit – und den ein oder anderen
Schnappschuss wünscht man sich auf edler
Platte oder elegantem
Poster. Doch auch
Werbebotschaften machen sich gut auf
Plakaten. In diesem Beitrag beleuchten wir den
Posterdruck etwas näher und geben Ihnen nützliche
Infos an die Hand. Dies ist übrigens ein
Gastbeitrag von unserem geschätzten Kollegen Robert Mielke (Foto). Vielen Dank dafür.
Matthias Wenzel
Verschiedene Papiere beim Posterdruck: matt oder glänzend
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Gastbeitrag von unserem
Kollegen Robert Mielke |
Die erste Wahl, die
Posterfans treffen müssen, ist:
matt oder glänzend (bzw. „glossy“). Ähnlich wie bei
Fotos, gibt es hier die
Option auf sehr kräftige, brillante Farben (glänzend) oder eine matte Papieroberfläche, bei der Spiegelungen entfallen. Der goldene
Mittelweg, übrigens mein persönlicher Favorit, ist „
seidenmatt“. Letzteres eignet sich zum Beispiel für
Werbeplakate. Geht es dagegen um ein
Foto fürs Wohnzimmer, ist
glänzend die bessere Wahl – wobei
Geschmäcker verschieden sind, seidenmatt ist auch hier nicht verkehrt. Stellt ein
Künstler seine
Werke als
Poster in Galerien aus, wo viele
Scheinwerfer installiert sind, ist
„matt“ ideal. Ist das Licht etwas schummrig, kann „glänzend“ eine gute Lösung sein. Es
kommt auf Beleuchtung und Geschmack an…
Edle Papiere mit bis zu 235g/Quadratmeter Stärke, Druck bis 150cm Breite - oder auch mehr
Das
glänzende Papier ist das stärkste bzw. dickste von allen (es wiegt
235g pro Quadratmeter) – diese Qualität macht es
unempfindlicher und auch etwas
edler. Das
seidenmatte Papier, eine Art Mittelweg, ist in den
Variationen 235g und 135g zu haben – je nach Anwendung. Das
matte Papier haben wir in der Ausführung
mit 170g pro Quadratmeter.
.
Wie groß kann ein Poster sein? Unsere Maschinen in der
Zentrale Klosterhofstr. drucken
bis zu einer Breite von 150cm – de
Länge spielt keine Rolle bzw. entspricht der
Rollenlänge: 20m – 50m. Wer es größer braucht, kann dennoch bei uns bestellen. Unsere „
Arizona“ druckt
über zwei Meter breit. Notfalls lagern wir den Druck an unser
Tochterunternehmen in Passau aus, die die
Drei-Meter-Marke knacken. Vom Grundsatz her ist das
Posterformat frei wählbar, kann also auch etwas
exotischer ausfallen wie z.B.
56,9 x 44,8 cm.
Vorbereitung ist alles: die Anlieferung der Druckdaten

Die
Druckdaten sollten uns in den Formaten „
TIF“ oder „
PDF“ erreichen, im
Verhältnis 1:1 (bei Vergrößerungen leidet sonst die
Druckqualität). Bei
Grafiken empfehlen wir „EPS“ oder „AI“. Möglich, aber im Ergebnis nicht immer optimal, ist das beliebte „
JPG“. Denn dieses Format
komprimiert von vornherein die
Farbinformationen, so dass die
Qualität leiden kann.
Tipp: Wer
Schnappschüsse mit seiner
Digicam aufnehmen und als
Poster drucken lassen will, dem sei geraten, bei der
Kamera die maximale Bildgröße und Bildqualität einzustellen.
Fotodateien können so sehr groß werden (
5 MB oder mehr), dies ist aber
Grundvoraussetzung für einen gelungenen Druck.
Baupläne auf edlem Papier

Immer öfter erreichen uns übrigens
Aufträge aus dem Baubereich. Für
Ausstellungen, Messen oder Wettbewerbe sollen
Plandaten auf edlem, meist
mattem Papier gedruckt werden. So
reduzieren wir die Spiegelungen und auch
feine Linien sind gut erkennbar. Wir verwenden in diesem Fall neben
CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key bzw. Black, also Blau, Magenta, Gelb und Schwarz) auch
„Light Cyan“, „Light Magenta“, „Foto Black“, „Matt Black“ und
„Light Grey“. So treffen wir alle
Farbtöne nahezu zu 100 Prozent. Ebenfalls empfehlenswert für solche Projekte sowie private
Schnappschüsse, z.B. aus dem Urlaub, ist übrigens unser
Plattendruck.
Erreichbar ist der
WENZEL-Posterservice über unsere
Kontaktseite - ich freue mich auf Ihre Anfragen.
Ihr
Robert Mielke
Sehr interessant... ist die Qualität des Drucks bei einem Poster so gut, dass man den Unterschied zwischen JPG (in bester Qualität) und TIFF wirklich merkt?
AntwortenLöschenHallo Stefan,
AntwortenLöschenes kommt hier stark auf das Motiv an. JPG hat die Eigenschaft, nah aneinander liegende Farbräume zusammenzufassen. Sind also Farbverläufe (Beispielsweise von weiß über grau bis hin zu schwarz oder gelb über orange bis hin zu rot) Teil des Motivs, kommt das beim JPG nicht gut raus. Da wir hochauflösend drucken, werden manche Stellen dann kantig/pixelig.
Beim TIFF ist es anders. Dieses Format bildet jede Farbe genau ab, zeigt Farbverläufe viel besser.
Nehmen wir als Beispiel in Deinem Blog die Bauchtänzerin unter diesem Link: http://3.ly/SMBu Hier wäre TIFF die Ideallösung (Farbverläufe/Rauch).
Ein hochqualitatives JPG dagegen wäre ausreichend, wenn z.B. ein Kind vor einem Waldhintergrund fotografiert wurde. Die Kontraste Kind-Wald sind dann stärker und ob der Wald im Hintergrund etwas an Qualität verliert, ist zweitrangig.
Hallo Robert,
AntwortenLöschenDanke für Deine ausführliche Antwort. Das hätte ich so gar nicht erwartet... werde ich mir auf jeden Fall für die Zukunft merken!
Grüsse,
Stefan