Mittwoch, 4. August 2010

Der Posterdruck

Urlaubszeit ist Fotozeit – und den ein oder anderen Schnappschuss wünscht man sich auf edler Platte oder elegantem Poster. Doch auch Werbebotschaften machen sich gut auf Plakaten. In diesem Beitrag beleuchten wir den Posterdruck etwas näher und geben Ihnen nützliche Infos an die Hand. Dies ist übrigens ein Gastbeitrag von unserem geschätzten Kollegen Robert Mielke (Foto). Vielen Dank dafür.
Matthias Wenzel

Verschiedene Papiere beim Posterdruck: matt oder glänzend

Gastbeitrag von unserem
Kollegen Robert Mielke
Die erste Wahl, die Posterfans treffen müssen, ist: matt oder glänzend (bzw. „glossy“). Ähnlich wie bei Fotos, gibt es hier die Option auf sehr kräftige, brillante Farben (glänzend) oder eine matte Papieroberfläche, bei der Spiegelungen entfallen. Der goldene Mittelweg, übrigens mein persönlicher Favorit, ist „seidenmatt“. Letzteres eignet sich zum Beispiel für Werbeplakate. Geht es dagegen um ein Foto fürs Wohnzimmer, ist glänzend die bessere Wahl – wobei Geschmäcker verschieden sind, seidenmatt ist auch hier nicht verkehrt. Stellt ein Künstler seine Werke als Poster in Galerien aus, wo viele Scheinwerfer installiert sind, ist „matt“ ideal. Ist das Licht etwas schummrig, kann „glänzend“ eine gute Lösung sein. Es kommt auf Beleuchtung und Geschmack an…

Edle Papiere mit bis zu 235g/Quadratmeter Stärke, Druck bis 150cm Breite - oder auch mehr

Das glänzende Papier ist das stärkste bzw. dickste von allen (es wiegt 235g pro Quadratmeter) – diese Qualität macht es unempfindlicher und auch etwas edler. Das seidenmatte Papier, eine Art Mittelweg, ist in den Variationen 235g und 135g zu haben – je nach Anwendung. Das matte Papier haben wir in der Ausführung mit 170g pro Quadratmeter.
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Wie groß kann ein Poster sein? Unsere Maschinen in der Zentrale Klosterhofstr. drucken bis zu einer Breite von 150cm – de Länge spielt keine Rolle bzw. entspricht der Rollenlänge: 20m – 50m. Wer es größer braucht, kann dennoch bei uns bestellen. Unsere „Arizona“ druckt über zwei Meter breit. Notfalls lagern wir den Druck an unser Tochterunternehmen in Passau aus, die die Drei-Meter-Marke knacken. Vom Grundsatz her ist das Posterformat frei wählbar, kann also auch etwas exotischer ausfallen wie z.B. 56,9 x 44,8 cm.

Vorbereitung ist alles: die Anlieferung der Druckdaten

Die Druckdaten sollten uns in den Formaten „TIF“ oder „PDF“ erreichen, im Verhältnis 1:1 (bei Vergrößerungen leidet sonst die Druckqualität). Bei Grafiken empfehlen wir „EPS“ oder „AI“. Möglich, aber im Ergebnis nicht immer optimal, ist das beliebte „JPG“. Denn dieses Format komprimiert von vornherein die Farbinformationen, so dass die Qualität leiden kann.

Tipp: Wer Schnappschüsse mit seiner Digicam aufnehmen und als Poster drucken lassen will, dem sei geraten, bei der Kamera die maximale Bildgröße und Bildqualität einzustellen. Fotodateien können so sehr groß werden (5 MB oder mehr), dies ist aber Grundvoraussetzung für einen gelungenen Druck.

Baupläne auf edlem Papier

Immer öfter erreichen uns übrigens Aufträge aus dem Baubereich. Für Ausstellungen, Messen oder Wettbewerbe sollen Plandaten auf edlem, meist mattem Papier gedruckt werden. So reduzieren wir die Spiegelungen und auch feine Linien sind gut erkennbar. Wir verwenden in diesem Fall neben CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key bzw. Black, also Blau, Magenta, Gelb und Schwarz) auch „Light Cyan“, „Light Magenta“, „Foto Black“, „Matt Black“ und „Light Grey“. So treffen wir alle Farbtöne nahezu zu 100 Prozent. Ebenfalls empfehlenswert für solche Projekte sowie private Schnappschüsse, z.B. aus dem Urlaub, ist übrigens unser Plattendruck.

Erreichbar ist der WENZEL-Posterservice über unsere Kontaktseite -  ich freue mich auf Ihre Anfragen.

Ihr

Robert Mielke




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3 Kommentare:

  1. Sehr interessant... ist die Qualität des Drucks bei einem Poster so gut, dass man den Unterschied zwischen JPG (in bester Qualität) und TIFF wirklich merkt?

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  2. Hallo Stefan,
    es kommt hier stark auf das Motiv an. JPG hat die Eigenschaft, nah aneinander liegende Farbräume zusammenzufassen. Sind also Farbverläufe (Beispielsweise von weiß über grau bis hin zu schwarz oder gelb über orange bis hin zu rot) Teil des Motivs, kommt das beim JPG nicht gut raus. Da wir hochauflösend drucken, werden manche Stellen dann kantig/pixelig.
    Beim TIFF ist es anders. Dieses Format bildet jede Farbe genau ab, zeigt Farbverläufe viel besser.
    Nehmen wir als Beispiel in Deinem Blog die Bauchtänzerin unter diesem Link: http://3.ly/SMBu Hier wäre TIFF die Ideallösung (Farbverläufe/Rauch).
    Ein hochqualitatives JPG dagegen wäre ausreichend, wenn z.B. ein Kind vor einem Waldhintergrund fotografiert wurde. Die Kontraste Kind-Wald sind dann stärker und ob der Wald im Hintergrund etwas an Qualität verliert, ist zweitrangig.

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  3. Hallo Robert,
    Danke für Deine ausführliche Antwort. Das hätte ich so gar nicht erwartet... werde ich mir auf jeden Fall für die Zukunft merken!
    Grüsse,
    Stefan

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